Beipackzettel von OXYCODONHYDROCHLORID Heumann 10 mg Retardtabletten
PZN: 10190183
Packungsgröße: 20 Stück (N1)
Abgabeform: Betäubungsmittel
Darreichungsform: Retard-Tabletten
weitere Informationen
In diesem Beipackzettel finden Sie verständliche Informationen zu Ihrem Arzneimittel – unter anderem zu Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen. Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über „OXYCODONHYDROCHLORID Heumann 10 mg Retardtabletten“ zu erfahren.
Wirkung
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff wirkt stark schmerzlindernd, indem er im Gehirn die Schmerzwahrnehmung und die Intensität der Schmerzempfindung herabsetzt.
Mehr Infos zu den Wirkstoffen
Eine Illustration zeigt eine Person in gelber Kleidung mit angezogenen Knien in einem durchsichtigen, großen Medikamentenglas sitzend, während rundherum einige Kapseln verstreut liegen.
Unterschätztes Risiko – wenn Medikamente süchtig machen
Anwendungsgebiete
Starke Schmerzen
Dosierung und Anwendung
Dosierung von OXYCODONHYDROCHLORID Heumann 10 mg Retardtabletten
Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.
Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.
Allgemeine Dosierungsempfehlung:
Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene
Einzeldosis: 1 Tablette
Gesamtdosis: 2-mal täglich
Zeitpunkt: im Abstand von 12 Stunden, unabhängig von der Mahlzeit
Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Patienten mit geringem Körpergewicht: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel im Ganzen mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Das Arzneimittel darf nicht zerbrochen, zerteilt, zerkaut oder zerrieben werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Schläfrigkeit, niedrigem Blutdruck, Pulserniedrigung und Atemschwäche kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Informationen zu Teilbarkeit und Zubereitung
Das Präparat ist nicht dosisgleich teilbar.
Darf nicht geteilt werden. Darf nicht zerkaut werden. Darf nicht zerbrochen/zerkleinert werden.
Mehr Infos zur Anwendung von Medikamenten
Medikamente richtig ein- oder ausschleichen
Diabetes – Fehler bei Medikamenten vermeiden
Video: Tabletten schlucken – so geht’s
© W&B
Tabletten schlucken – so geht’s
Wie schlucke ich eine Tablette so, dass Sie nicht „hängen“ bleibt? Das erklärt Apotheker Dr. Benjamin Lieske
Gegenanzeigen und wichtige Hinweise
Gegenanzeigen von OXYCODONHYDROCHLORID Heumann 10 mg Retardtabletten
Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)
Rechtsseitige Herzschwäche durch eine Lungenerkrankung (Cor pulmonale)
Asthma bronchiale
Atemschwäche
Sauerstoffmangel
Erhöhter Kohlendioxidgehalt im Blut (Hyperkapnie)
Darmverschluss durch eine Darmlähmung
Unter Umständen – sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
Eingeschränkte Lungenfunktion
Atemaussetzer während des Schlafens (Schlafapnoe)
Drogenabhängigkeit, auch wenn sie schon längere Zeit zurückliegt
Arzneimittelmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegt
Alkoholmissbrauch
Kopfverletzung
Schädel- und Hirnverletzung
Erhöhter Hirndruck
Veränderter Bewusstseinszustand
Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
Verringerte Blutmenge durch Volumenverlust
Epilepsie
Neigung zu Krampfanfällen, d.h. in der eigenen Vorgeschichte sind epileptische Anfälle bekannt
Entzündung der Bauchspeicheldrüse
Verengung im Verdauungstrakt
Entzündliche Darmerkrankungen
Eingeschränkte Leberfunktion
Eingeschränkte Nierenfunktion
Teigige Haut (Myxödem)
Schilddrüsenunterfunktion
Nebennierenrindenerkrankungen
Prostatavergrößerung
Psychose
Delirium tremens (Verwirrtheit mit Zittern und Krämpfen)
Dauerhafte Verstopfung
Gallenwegserkrankungen
Zustand nach Bauchoperation, bis zur Normalisierung der Darmfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ältere Patienten: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Wichtige Hinweise zu OXYCODONHYDROCHLORID Heumann 10 mg Retardtabletten
Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.
Was sollten Sie beachten?
Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
Vorsicht: Das Arzneimittel kann zu einer körperlichen Abhängigkeit führen und bei Absetzen können Entzugserscheinungen auftreten.
Vorsicht: Bei regelmäßiger Einnahme kann es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen.
Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
Achtung: Wenn Sie das Arzneimittel über längere Zeit anwenden, kann sich der Körper daran gewöhnen und Sie brauchen evtl. eine immer höhere Dosierung, damit Sie eine Wirkung spüren.
Vorsicht bei Allergie gegen Propylenglykol!
Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Alkoholgenuss soll während einer Dauerbehandlung möglichst vermieden werden. Gelegentlicher Alkoholkonsum in kleinen Mengen ist erlaubt, aber nicht zusammen mit dem Medikament.
Auf Grapefruit sowie Grapefruit-Zubereitungen soll während der Behandlung mit dem Medikament vollständig verzichtet werden.
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Nebenwirkungen
Nebenwirkungen von OXYCODONHYDROCHLORID Heumann 10 mg Retardtabletten
Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Magen-Darm-Beschwerden, wie:
Übelkeit
Erbrechen
Durchfälle
Blähungen
Verstopfung
Bauchschmerzen
Appetitlosigkeit
Schluckauf
Mundtrockenheit
Geschmacksstörungen
Entzündungen der Mundschleimhaut
Geschwüre auf der Mundschleimhaut
Zahnfleischentzündung
Kopfschmerzen
Migräne
Schwindel
Koordinationsstörung
Gleichgewichtsstörung
Schläfrigkeit
Schlafstörungen
Schlaflosigkeit
Unruhe
Delirium (Verwirrtheit)
Benommenheit
Angstzustände
Sedierung
Teilnahmslosigkeit (Apathie)
Euphorie
Nervosität
Denkstörung
Gedächtnisstörungen
Persönlichkeitsveränderungen
Halluzinationen
Depressionen
Missempfindungen
Verminderte Berührungsempfindlichkeit
Störungen der Stimme
Erhöhte Geräuschempfindlichkeit
Eingeschränkte Bildung von Tränenflüssigkeit (wichtig für Kontaktlinsenträger)
Sehstörungen
Verschlechtertes Sehen bei Dunkelheit
Schnupfen
Rachenentzündung
Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
Hautausschlag
Juckreiz
Allergische Reaktionen
Gefäßerweiterung
Niedriger Blutdruck
Pulsbeschleunigung
Wassereinlagerungen (Ödeme)
Husten
Verminderter Hustenreflex
Atemschwäche
Verengung der Atemwege
Anfälle von Atemnot
Verstärkter Harndrang
Harnverhalt
Störungen des Flüssigkeits- und Salzhaushaltes
Gallenkolik
Erhöhter Muskeltonus (Spannungszustand des Muskels)
Muskelschwäche
Zittern
Muskelkrämpfe
Muskelkrämpfe der inneren Organe, z.B. im Magen-Darm-Trakt
Schmerzen im Brustkorb
Schwitzen
Schüttelfrost
Libidoabnahme (Abnahme der Lust zum Geschlechtsverkehr)
Potenzschwäche
Unwohlsein
Allgemeine Schwäche
Kurzzeitige Bewusstlosigkeit, die nur wenige Sekunden bis Minuten dauert
Darmverschluss
Anstieg der Leberenzyme
Trockene Haut
Durst
Hörstörung
Unterfunktion der Keimdrüsen (Hypogonadismus)
Vermindertes Ansprechen auf Medikamente (Arzneimitteltoleranz)
Flüssigkeitsmangel (Dehydratation)
Arzneimittelabhängigkeit
Krampfanfälle
Entzugserscheinungen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Mehr Infos zu Nebenwirkungen
Nebenwirkung: Was Sie wissen sollten
Ashwagandha! Bundesinstitut warnt vor Nebenwirkungen
Welche Nebenwirkungen hat CBD?
Forschung: Heilsame Nebenwirkung
Eine Anzeige unseres Kooperationspartners
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Wechselwirkungen
Wenden Sie mehrere Arzneimittel gleichzeitig an, kann es zu Wechselwirkungen zwischen diesen kommen. Das kann Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel verändern.
Wechselwirkungen zwischen „OXYCODONHYDROCHLORID Heumann 10 mg Retardtabletten“ und Lebens-/Genussmitteln
Bitte verzichten Sie auf alkoholische Getränke und Speisen, solange Sie das Arzneimittel einnehmen.
Bitte verzichten Sie auf Grapefruit, Grapefruit-artige Früchte (z. B. Pomelo) und Grapefruit-haltige Lebensmittel, solange Sie das Arzneimittel einnehmen.
Wechselwirkungs-Check
Ob sich Ihr ausgewähltes Präparat und andere Medikamente gegenseitig beeinflussen, können Sie mit unserem Wechselwirkungs-Check überprüfen.
Starten Sie gleich hier einen Check.
GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR PATIENTEN
1. Was ist Oxycodon-HCl-ratiopharm® und wofür wird es angewendet?
2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Oxycodon-HCl-ratiopharm® beachten?
3. Wie ist Oxycodon-HCl-ratiopharm® einzunehmen?
4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?
5. Wie ist Oxycodon-HCl-ratiopharm® aufzubewahren?
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen
Was Oxycodon-HCl-ratiopharm® 10 mg enthält
- Der Wirkstoff ist Oxycodonhydrochlorid.
Jede Retardtablette enthält 10 mg Oxycodonhydrochlorid entsprechend 8,96 mg Oxycodon.
- Die sonstigen Bestandteile sind:
Tablettenkern:
Zucker-Stärke-Pellets (Saccharose, Maisstärke), Hypromellose, Macrogol 6000, Talkum, Ethylcellulose, Hyprolose, Propylenglycol, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Mikrokristalline Cellulose, Cellulosepulver, Hochdisperses Siliciumdioxid.
Filmüberzug:
Hypromellose, Talkum, Macrogol 6000, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxid (E 172), Eisenoxide und -hydroxide (E 172).
Wie Oxycodon-HCl-ratiopharm® 10 mg aussieht und Inhalt der Packung
Oxycodon-HCl-ratiopharm® 10 mg sind rot-braune, gewölbte längliche Retardtabletten mit beidseitiger Bruchkerbe.
Oxycodon-HCl-ratiopharm® 10 mg ist in Packungen mit 20, 50 und 100 Retardtabletten erhältlich.
OXYCODON-HCl AL 20 mg Retardtabletten
Details
| Abgabehinweis: | Rezeptpflichtig |
|---|---|
| Kosmetikum nach EG-Verordnung: | Nein |
| Lebensmittel: | Nein |
| Monopräparat: | Ja |
| Nahrungsergänzungsmittel: | Nein |
| Notfallkontrazeptiva: | Nein |
| Pflanzliches Arzneimittel: | Nein |
| Tierarzneimittel: | Nein |
| PZN: | 05049092 |
| Produktname: | OXYCODON HCL AL 20MG RET |
| Anbieter: | ALIUD Pharma GmbH |
| Packungsgröße: | 20 St |
| Darreichungsform: | Retard-Tabletten |
| Wirksubstanz: |
Hinweise
Was sollten Sie beachten?
– Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
– Vorsicht: Das Arzneimittel kann zu einer körperlichen Abhängigkeit führen und bei Absetzen können Entzugserscheinungen auftreten.
– Vorsicht: Bei regelmäßiger Einnahme kann es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen.
– Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
– Dieses Arzneimittel enthält Stoffe, die unter Umständen als Dopingstoffe eingeordnet werden können. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder Apotheker.
– Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
– Achtung: Wenn Sie das Arzneimittel über längere Zeit anwenden, kann sich der Körper daran gewöhnen und Sie brauchen evtl. eine immer höhere Dosierung, damit Sie eine Wirkung spüren.
– Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
– Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
– Alkoholgenuss soll während einer Dauerbehandlung möglichst vermieden werden. Gelegentlicher Alkoholkonsum in kleinen Mengen ist erlaubt, aber nicht zusammen mit dem Medikament.
– Auf Grapefruit sowie Grapefruit-Zubereitungen soll während der Behandlung mit dem Medikament vollständig verzichtet werden.
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Das Arzneimittel darf nicht zerkaut, zerteilt oder zerkleinert werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Schläfrigkeit, niedrigem Blutdruck, Pulserniedrigung und Atemschwäche kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
| Typ | Name | Menge |
|---|---|---|
| Wirkstoff | Oxycodon hydrochlorid | 20 mg |
| Wirkstoff | Oxycodon | 17,93 mg |
| Hilfsstoff | Lactose-1-Wasser | + |
| Hilfsstoff | Lactose | 46 mg |
| Hilfsstoff | Ammoniummethacrylat-Copolymer (Typ B) | + |
| Hilfsstoff | Povidon K29-32 | + |
| Hilfsstoff | Talkum | + |
| Hilfsstoff | Triacetin | + |
| Hilfsstoff | Stearylalkohol | + |
| Hilfsstoff | Magnesium stearat (pflanzlich) | + |
| Hilfsstoff | Hypromellose | + |
| Hilfsstoff | Macrogol 400 | + |
| Hilfsstoff | Titandioxid | + |
| Hilfsstoff | Eisen(III)-oxid, rot | + |
Anwendungsgebiete
– Starke Schmerzen
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff wirkt stark schmerzlindernd, indem er im Gehirn die Schmerzwahrnehmung und die Intensität der Schmerzempfindung herabsetzt.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
– Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
– Atemschwäche
– Sauerstoffmangel
– Erhöhter Kohlendioxidgehalt im Blut (Hyperkapnie)
– Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)
– Rechtsseitige Herzschwäche durch eine Lungenerkrankung (Cor pulmonale)
– Asthma bronchiale
– Darmverschluss durch eine Darmlähmung
– Akute Erkrankungen im Bauchraum
– Magenentleerungsstörungen
Unter Umständen – sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
– Verengung im Verdauungstrakt
– Entzündliche Darmerkrankungen
– Störungen des Atemzentrums im Gehirn, z.B. bei erhöhtem Hirndruck
– Eingeschränkte Lungenfunktion
– Kreislaufregulationsstörungen
– Delirium tremens (Verwirrtheit mit Zittern und Krämpfen)
– Alkoholmissbrauch
– Arzneimittelmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegt
– Drogenabhängigkeit, auch wenn sie schon längere Zeit zurückliegt
– Psychose
– Eingeschränkte Nierenfunktion
– Nebennierenrindenerkrankungen
– Harnwegskolik
– Prostatavergrößerung
– Eingeschränkte Leberfunktion
– Entzündung der Bauchspeicheldrüse
– Gallenwegserkrankungen
– Gallenkolik
– Schilddrüsenunterfunktion
– Neigung zu Krampfanfällen, d.h. in der eigenen Vorgeschichte sind epileptische Anfälle bekannt
– Epilepsie
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
– Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
– Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
– Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
– Magen-Darm-Beschwerden, wie:
– Übelkeit
– Erbrechen
– Durchfälle
– Blähungen
– Verstopfung
– Bauchschmerzen
– Appetitlosigkeit
– Schluckauf
– Mundtrockenheit
– Geschmacksstörungen
– Entzündungen der Mundschleimhaut
– Geschwüre auf der Mundschleimhaut
– Zahnfleischentzündung
– Kopfschmerzen
– Migräne
– Schwindel
– Koordinationsstörung
– Gleichgewichtsstörung
– Schläfrigkeit
– Schlafstörungen
– Schlaflosigkeit
– Unruhe
– Delirium (Verwirrtheit)
– Benommenheit
– Angstzustände
– Sedierung
– Teilnahmslosigkeit (Apathie)
– Euphorie
– Nervosität
– Denkstörung
– Gedächtnisstörungen
– Persönlichkeitsveränderungen
– Halluzinationen
– Depressionen
– Missempfindungen
– Verminderte Berührungsempfindlichkeit
– Störungen der Stimme
– Erhöhte Geräuschempfindlichkeit
– Eingeschränkte Bildung von Tränenflüssigkeit (wichtig für Kontaktlinsenträger)
– Sehstörungen
– Verschlechtertes Sehen bei Dunkelheit
– Schnupfen
– Rachenentzündung
– Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
– Hautausschlag
– Juckreiz
– Allergische Reaktionen
– Gefäßerweiterung
– Niedriger Blutdruck
– Pulsbeschleunigung
– Wassereinlagerungen (Ödeme)
– Husten
– Verminderter Hustenreflex
– Atemschwäche
– Verengung der Atemwege
– Anfälle von Atemnot
– Verstärkter Harndrang
– Harnverhalt
– Störungen des Flüssigkeits- und Salzhaushaltes
– Gallenkolik
– Erhöhter Muskeltonus (Spannungszustand des Muskels)
– Muskelschwäche
– Zittern
– Muskelkrämpfe
– Muskelkrämpfe der inneren Organe, z.B. im Magen-Darm-Trakt
– Schmerzen im Brustkorb
– Schwitzen
– Schüttelfrost
– Libidoabnahme (Abnahme der Lust zum Geschlechtsverkehr)
– Potenzschwäche
– Unwohlsein
– Allgemeine Schwäche
– Kurzzeitige Bewusstlosigkeit, die nur wenige Sekunden bis Minuten dauert
– Anstieg der Leberenzyme
– Trockene Haut
– Durst
– Ohrengeräusche (Tinnitus)
– Unterfunktion der Keimdrüsen (Hypogonadismus)
– Flüssigkeitsmangel (Dehydratation)
– Darmverschluss
– Vermindertes Ansprechen auf Medikamente (Arzneimitteltoleranz)
– Arzneimittelabhängigkeit
– Entzugserscheinungen
– Krampfanfälle
– Unangemessene Sekretion des antidiuretischen Hormons
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.